Doch da ist Licht

Kein Licht,
kein Laut;
die Welt
wird dun­kel,
wird Nacht.

Ich schau’ aus dem Fens­ter,
schau’ auf den Wald,
schau’ auf die Welt –
sie ist kalt,
zer­fro­ren
zereist;
zereist,
zer­fro­ren
ist sie kalt,
die Welt
mit­samt dem Wald.

Doch ich schau’ aus dem Fens­ter,
schau’ auf die Nacht,
wie sie wacht,
wie sie sich ent­schwärzt,
aus­graut,
ein­rö­tet
und bei­blaut,
vio­let­tet
und end­gül­tig
ein­blaut.

Es war Nacht,
es war dun­kel;
die Welt
ist laut …
doch da ist Licht!

Huys­burg, Febru­ar 2018

Kategorien Autolyrisiert

über

Arabist mit Schwerpunkt auf arabischer Sprachwissenschaft (klassisches Arabisch, modernes Hocharabisch, Grammatik, Dialektologie) sowie klassischer und moderner Dichtung, Lektor, Lehrer, Übersetzer, Dichter, Literaturkritiker