Das Vogel­häus­chen

Ich hab’ auf mei­nem Bal­ko­ne
in Ber­lin, dort wo ich woh­ne,
ein Vogel­häus­chen steh’n.
Wenn dann die Vögel geh’n
kurz vorm Win­ter,
doch meist flie­gen sie,
blei­ben eini­ge hie
und hocken und war­ten
in der Tan­ne im Gar­ten
dort vor mei­nem Bal­ko­ne,
wo ich woh­ne.

Damit das Flat­ter­vieh nicht lei­de
und vor Hun­ger nicht ver­schei­de,
befüll’ ich ihm das Haus
groß­zü­gig, frei­her­aus
für den Win­ter.
Sie flat­tern her­bei,
meist zwei oder drei,
von der Sei­te oder von vorn
und fres­sen genüss­lich das Korn,
ob Amsel, Spatz oder Mei­se,
alle auf die­sel­be Wei­se.

Und der füt­tern­den Hand
zum Dank
beka­cken sie die Wand
vom Bal­ko­ne,
wo ich woh­ne.

Ber­lin, Febru­ar 2018

Kategorien Autolyrisiert

über

Arabist mit Schwerpunkt auf arabischer Sprachwissenschaft (klassisches Arabisch, modernes Hocharabisch, Grammatik, Dialektologie) sowie klassischer und moderner Dichtung, Lektor, Lehrer, Übersetzer, Dichter, Literaturkritiker

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