Unge­wiss­heit

Auf ein­mal geht alles sei­nem Ende zu,
so schnell, noch schnel­ler als die Zeit einst war;
erst tropf­te es dahin, ganz unschein­bar,
nun flu­tet es an, ja, fin­det kei­ne Ruh’.

Und was kommt danach? Was kommt nach alle­dem?
Das ist das ew’ge Ban­gen und Zagen.
Es hilft kein Jam­mern, es hilft kein Kla­gen,
denn Din­ge entsteh’n, dass sie zugrun­de geh’n.

Und das Schick­sal ruft laut: Mach doch halt! Mach kehrt!
Was du ges­tern getan, ist heut’ nichts mehr wert,
denn, o du unglück­se­li­ger Kna­be,

dein Sin­nen und Stre­ben ist brot­lo­se Kunst.
Was in dir ent­flamm­te, die­se Feu­ers­brunst,
trägst du eben als Asche zu Gra­be.

Ber­lin, Febru­ar 2018

Kategorien Autolyrisiert

über

Arabist mit Schwerpunkt auf arabischer Sprachwissenschaft (klassisches Arabisch, modernes Hocharabisch, Grammatik, Dialektologie) sowie klassischer und moderner Dichtung, Lektor, Lehrer, Übersetzer, Dichter, Literaturkritiker

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